Einreise:
(Stand 2004) Wer Tibet auf eigene Faust entdecken will, kommt nicht ganz einfach ins Land. Am besten geht es über China. Man sollte versuchen, sich ein möglichst lange gültiges China-Visum zu besorgen – am einfachsten in Hongkong – und dann einfach nach Lhasa fliegen. Von Chengdu aus ist das zum Beispiel kein Problem.
Statt des Fliegers kann man auch das Fahrrad nehmen. Da es sich aber um für Touristen gesperrtes Gebiet handelt, muss man etwas Abenteuer in Kauf nehmen: Nachtfahrten, Hundeattacken …
Ich selbst habe es auf der Route Yunnan – Lhasa versucht, wurde aber trotz großer Vorsicht nach sieben Tagen in Tibet von der Polizei erwischt und aus der Region ausgewiesen bzw. nach Chengdu geschickt. Von dort bin ich nach Lhasa geflogen und dann weiter nach Kashgar geradelt.
Landkarten:
Von Tibet habe ich nur schlechte und ungenaue Karten gefunden, und auch in China gibt es keine guten. Ich habe die Nelles-Karte benutzt und eine chinesische Karte, auf der Städte und Orte auf Englisch und Chinesisch stehen. Das ist sehr hilfreich, wenn man doch mal nach dem Weg fragen muss.
Ansonsten gibt es sehr gute Roadbooks von anderen Radfahrern, die die Streckenabschnitte genau beschreiben. Ein paar Links habe ich damals zusammengestellt – viele davon gibt es heute leider nicht mehr.
Fahrrad:
Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner! Das gilt zumindest beim Material. Du solltest alles selbst reparieren können und die nötigsten Ersatzteile dabeihaben. Sehr einfache Fahrradgeschäfte gibt es in Lhasa, Shigatse, Ali und Kashgar, gute nur außerhalb Tibets: in Kathmandu, Chengdu und Kunming.
Ein Mountainbike mit breiten Reifen ist die beste Wahl für eine Fahrt durch Tibet.
Outdoorkleidung bekommt man dagegen gut und billig in Lhasa – ob es immer das Original ist, will ich nicht versprechen.
